Vorgehensweise

Im Projektteam arbeiteten Wissenschaftler/innen aus den Forst-, Umwelt-, Wirtschafts-, Sozial- und Regionalwissenschaften, aus der Zukunftsforschung und Umweltethik zusammen mit Praktikern der Holz- und Forstwirtschaft. Das Team untersuchte die Entwicklung und den Einfluss zukunftsrelevanter Problemfelder – Globalisierung, Klimawandel, demographischer Wandel, energetische/stoffliche Nutzung, gesellschaftlicher und kultureller Wandel sowie Arbeit, Region und Innovation – auf die zukünftige Wald- und Landnutzung, und zwar in kurz-, mittel- und langfristiger Perspektive bis 2020, 2050 und 2100.

Arbeitsschritte und Produkte

Von besonderer Bedeutung war die Diskursphase, in der die Szenarien und Handlungsempfehlungen in öffentlichen Konferenzen mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen Akteuren sowie mit wissenschaftlichen Experten diskutiert wurden.

Organisatorisch war das Projekt in sieben Arbeitsbereiche untergliedert, die sich teilweise zeitlich überlagerten. Die Arbeitsbereiche wurden von unterschiedlichen Projektpartnern betreut, die Ansprechpartner finden Sie auf der Seiten des jeweiligen Arbeitsbereiches.

Arbeitsbereich 1 umfasste neben grundlegenden organisatorischen Aufgaben vor allem ein inhaltliches Screening der vorhandenen Trendstudien und Trenddatenbanken.

Arbeitsbereich 2 überprüfte die normative Einbettung des Themas Waldvisionen in Form eines Leitbild-Assessments und bewertete sie aus umweltethischer Sicht. Die in den ersten beiden Modulen erarbeiteten Ergebnisse dienten dann als Grundlage für die weiteren Schritte, insbesondere für die Entwicklung langfristiger Szenarien, in denen sich normative Grundpositionen widerspiegeln.

Arbeitsbereich 3 nahm eine vertiefende Analyse besonders relevanter Zukunftsfelder der Wald- und Landnutzung vor. Diese Eingrenzung auf eine überschaubare Anzahl von Zukunftsfeldern schärfte das Verständnis der gesellschaftlichen, technologischen, ökologischen und ökonomischen Entwicklungsdynamiken und half zukunftsbedeutsame Trends, Steuerungsoptionen und Schlüsselfaktoren einer Wald- und Landnutzung in langfristiger Perspektive zu identifizieren. Die dabei erarbeiteten Basispapiere dienten nach einem Integrations- und Strukturierungsschritt als eine weitere Grundlage für die Entwicklung von Szenarien.

Arbeitsbereich 4 Zur Validierung von Schlüsselfaktoren wurde eine Delphi-Befragung mit einem erweiterten Expertenkreis durchgeführt. Die darauf aufbauenden Szenarien verzahnten die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Veränderungen mit potenziellen Nutzungsoptionen von Wald- und Landflächen und zielten auf eine handlungsorientierte Analyse von Bedingungen und Voraussetzungen ziel- und visionsgerichteter Transformationsprozesse.

Arbeitsbereich 5 erarbeitete ein Policy Paper, hier wurden Schlussfolgerungen für unterschiedliche Governance-Ebenen gezogen und Maßnahmen und Aktivitäten für Wege zu einer nachhaltigen Wald- und Landnutzung in langfristiger Perspektive aufgezeigt.

Arbeitsbereich 6 bildete die Diskursphase ab. Hier wurden zentrale Einsichten kommuniziert und Anstöße für die weitere Diskussion gegeben. Mit Blick auf relevante Zielgruppen und Handlungsebenen fanden eine Regionalkonferenz, Akteurs-Workshops, eine Jugendkonferenz sowie eine Abschlusskonferenz statt.

Arbeitsbereich 7 umfasste die Öffentlichkeitsarbeit. Sie setzte bereits bei Projektbeginn ein und hatte ihren Schwerpunkt in der Diskurs- und Disseminationsphase.