Zukunftsfeld: Arbeitskultur und Region

Arbeit rund um den Wald ist breit gefächert. Die Arbeitsfelder reichen vom Waldarbeiter bis zum Tischler, vom Förster bis zum Tourismusmanager, vom Säger bis zum Ingenieur, vom Dienstleister bis zum Waldbauberater, vom Waldpädagogen bis zum Holzbauer, vom Logistiker bis zum Veredeler. Dabei entstehen immer wieder neue Berufsfelder, während andere an Bedeutung verlieren oder völlig verschwinden.

Dieser Strukturwandel von Arbeit wird weiter andauern. Er folgt nicht nur wirtschaftlichen Entwicklungsprozessen wie Marktentwicklungen, betriebliche Konzentrationsprozesse, technische Veränderungen der Arbeitsprozesse und Arbeitsgeräte, er folgt auch veränderten gesellschaftlichen Erwartungen, Konsumgewohnheiten und Nutzungsansprüchen an Wald, sowie - nicht zuletzt – den Herausforderungen durch die klimatische Entwicklung und die demographischen Prozesse. Die Entwicklung der Arbeit in Organisation, Volumen und Inhalt ist somit Abbild des gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Wandels und hat weit reichende Folgen für ökologische und naturräumliche Prozesse, für Wald und Landnutzung, für die Bereitstellung multipler Funktionen des Waldes, für Daseinsfürsorge, Kulturlandschaft und Waldbild.

Gegenüber früheren Perioden beginnt sich Arbeit rund um den Wald tendenziell von der Region zu trennen. Die Ortsunabhängigkeit der Verarbeitung schreitet voran, die regionale Gebundenheit der Arbeit und der Arbeitskräfte löst sich auf. Wald nimmt in seiner Bedeutung innerhalb regionaler Wirtschaftskreisläufe ab, die Orte der Wertschöpfung tendieren zur Verlagerung aus den Waldregionen.

Die Globalisierung ist in den Regionen angekommen. Es spricht viel dafür, dass ein Mosaik aus wirtschaftlich wachsenden und schrumpfenden Regionen entstehen wird mit all den damit verbundenen Folgen für die Forst- und Holzwirtschaft. Umso bedeutsamer werden die Antworten, die aus den Regionen heraus auf diese Herausforderungen gegeben werden. Die Zukunft von Wald entscheidet sich auch an der Innovationsfähigkeit der Regionen.

Das Team des Zukunftsfeldes „Arbeitskultur und Region“ untersuchte, welche Trends in der regionalen Arbeitswelt zu identifizieren und inwiefern diese Zukünfte mit denen des Waldes zu verbinden sind. Als Leitfaden dienten folgende Fragen:

Ihr Ansprechpartner für dieses Zukunftsfeld:

INFIS – Institut für internationale Sozialforschung e.V.
Berlin – Freiburg

Duisburgerstraße 17
10707 Berlin
www.infis.eu

Dr. Beate Brüggemann, Dr. Rainer Riehle
Tel. +49 (0)30 – 882 26 61
brueggemann@infis.eu, riehle@infis.eu


Ergebnisse des Zukunftsfeldes:

Brüggemann, Beate; Riehle, Rainer, INFIS (2007)
Arbeitskultur, Region und Innovation
Basispapier (pdf 1254 KB)

Brüggemann, Beate; Riehle, Rainer, INFIS (2007)
Arbeitskultur, Region und Innovation
Kurzfassung des Basispapiers (pdf 228 KB)

 

Zukunftsfeld: Globalisierung und internationale Märkte
Zukunftsfeld: Klimawandel
Zukunftsfeld: Demographische Entwicklung
Zukunftsfeld: Perspektiven der energetischen Holznutzung
Zukunftsfeld: Stoffliche Verwertung und neue Technologien
Zukunftsfeld: Konkurrenz um die Fläche
Zukunftsfeld: Arbeitskultur und Region
Zukunftsfeld: Gesellschaftlicher und kultureller Wandel